Artenvielfalt für guten Heumilchkäse: Woerle initiiert Wildbienen-Forschungsprojekt mit Uni Salzburg

31.08.17

Was hat Artenvielfalt mit gutem Käse zu tun? Sehr viel sogar, denn die Biodiversität – sowohl bei Pflanzen als auch bei Tieren – sorgt für bestes Futter für die Heumilchkühe und in der Folge für besten Käsegeschmack bei den Heumilch-Spezialitäten der Käserei Woerle. Grund genug also für die Henndorfer Käsespezialisten, ein Forschungsprojekt zum Schutz der Wildbienen ins Leben zu rufen.

Genauer gesagt geht es bei diesem Forschungsprojekt um die Artenvielfalt der Wildbienen in der Region des Salzburger Flachgaus und des angrenzenden Mondseelands. „Wir arbeiten mit und für die Natur und es liegt in unserer Verantwortung, diese auch für nachkommende Generationen zu erhalten. Das gehört zu unserem Selbstverständnis als Familienunter-nehmen“, erklärt Gerrit Woerle, Projektinitiator und Verantwortlicher, und ergänzt: „Wir wollen, dass die Kühe unserer Heumilchbauern eine möglichst große Artenvielfalt an Kräutern und Gräsern vorfinden, um den bestmöglichen Rohstoff, die Heumilch, für unsere Produkte zu bekommen.“ Artenreiche Wiesen haben auch einen hohen Wert für die Allgemeinheit: Sie sind Lebensraum für eine Vielzahl an Bienenarten, welche dafür sorgen, dass auch Obstbäume, Beerensträucher und Kräuter bestäubt werden. Als Kooperationspartner für dieses Projekt konnte Gerrit Woerle die Universität Salzburg gewinnen. Dabei hat man mit Universitätsprofessor Stefan Dötterl vom Fachbereich Ökologie und Evolution und mit dem Biologen und Hummelspezialisten Dr. Johann Neumayer zwei Experten auf diesem Gebiet gefunden. Ziel dieser Forschungskooperation ist die Sensibilisierung der Heumilchbauern, aber auch der Konsumenten für das Thema der Artenvielfalt und deren Bedeutung für die Umwelt und die Lebensqualität.

Forschungsprojekt „Wildbiene“

Es gibt weltweit ca. 20.000 Bienenarten, die allseits bekannte Honigbiene ist nur eine davon. Der Rest sind sogenannte Wildbienen, die – abhängig von den Klimazonen und den natürlichen Gegebenheiten – in mehr oder weniger großer Artenvielfalt vorhanden sind. In Österreich, dem reichsten Bienenland Mitteleuropas, gibt es rund 700 Wildbienenarten. Beim konkreten Projekt geht es darum, die Biodiversität, sowohl bei Pflanzen wie bei Tieren, zu erheben und zu dokumentieren. „Unsere Aufgabe bei diesem Forschungsprojekt mit Woerle ist die Erhebung der Wildbienenfauna und deren Nahrungsquellen auf intensiv und extensiv bewirtschafteten Wiesen im Bereich des Irrsees und Mattsees“, beschreibt Stefan Dötterl den Kooperationsauftrag. Dabei gilt es einerseits die Bedeutung der Bewirtschaftung von Wiesenflächen auf die Diversität von Wildbienen zu bestimmen und zugleich das Verständnis für Wildbienen in der Bevölkerung, besonders bei Landwirten, zu erhöhen.

Nach etwa einem Jahr Vorbereitungszeit wird das Projekt seit Frühjahr realisiert. Für die Umsetzung wurden acht Heumilchbauern bzw. deren Wiesen nach bestimmten Kriterien wie Lage, Bodenbeschaffenheit oder Exposition ausgesucht. Dort wird nun von Studenten der Naturwissenschaftilchen Fakultät mehrmals pro Jahr vor den Mahden das Wildbienen-Spektrum und die von den Bienen genutzten Blütenpflanzen erhoben und dokumentiert. Der Zeitrahmen für die Forschungskooperation wird vorerst ein Jahr betragen. Eine Verlängerung um weitere zwei Jahre ist jedoch geplant – dabei soll auch mit Schulen zusammengearbeitet werden.

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Woerle – Das Unternehmen

Das Familienunternehmen WOERLE ist seit mehr als 125 Jahren der Käse-Spezialist in Österreich. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 300 Mitarbeiter und zählt zu den größten und erfolgreichsten Käsereien Österreichs. Der Name WOERLE ist untrennbar mit exquisitem Natur- und Schmelzkäse verbunden. Mit seinem Heumilch-Emmentaler und bei Schmelzkäsescheiben ist WOERLE absoluter Marktführer in Österreich. Aber auch am internationalen Markt ist WOERLE ein Begriff: unter der Marke „Happy Cow“ liefert das Unternehmen vorwiegend Schmelzkäseprodukte sowie Naturkäse-Spezialitäten in rund 70 Länder der Welt. 

Pressebild: Wiesen mit vielen verschiedenen Gräsern und Kräutern sorgen für beste Heumilch und damit für besten Heumilchkäse. Der Inititator des Wildbienen-Projekts Gerrit Woerle (Mitte) mit Martin Schlager (li.) und Univ.-Prof. Stefan Dötterl (re.) vom Fachbereich Ökologie und Evolution der Universität Salzburg.
Bildnachweis: Sabine Zölß/Abdruck honorarfrei!

                                                          

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